Heung Chul Choi ist am Montagmittag aus dem Krankenhaus in Stans entlassen worden. Schwere Prellungen werden dem 22-Jährigen ein schmerzhaftes Weihnachtsfest bereiten, aber immerhin konnte er am Montag die Heimreise antreten. Bis wir Choi wieder an den Schanzen sehen, wird noch einige Zeit vergehen. Er wird vermutlich, wenn überhaupt, erst wieder in der zweiten Saisonhälfte zurückkehren.
"Solche Geschehnisse sind die blanke Negativwerbung für eine tolle Sportart. Es darf nicht auf Kosten der Athleten und der Sicherheit gehen. Wenn wir das Springen durchgebracht hätten, wäre es doch höchstens für die am Geld interessierten Organisatoren befriedigend gewesen", beklagte Trainer Jochen Danneberg. Der Tournee-Sieger von 1976 und 1977 bezeichnete Chois Sturz in Engelberg als ein Zusammentreffen unglücklicher Umstände. "Man muss aber versuchen, solche Situationen in Zukunft nicht mehr heraufzubeschwören." Choi war an seinem Sturz selbst nicht ganz schuldlos. Allerdings darf man den Koreaner nicht als unerfahrenen Springer bezeichnen. Schließlich ist er nicht das erste Mal im Weltcup gestartet und triumphierte auch schon bei einem COC-Springen.